Forschungsprojekt
Naturstammhaus Millstatt KÄRNTEN
Dem Wald gehört die Zukunft - Holz entspannt und lässt Herzen länger schlagen!
Holz ist DER Naturbaustoff
Holz ist eine Wohltat der Schöpfung und am Bau und im Bauwesen nahezu unübertrefflich
Mag. Helmut Eiselsberg, Obmann Ökosoziales Forum OÖ
„Holz als Baumaterial, Werkstoff und Energielieferant bietet viele Vorteile in puncto Ökologie und Wirtschaftlichkeit, Wohlbefinden und Klimaschutz. Als nachwachsender Rohstoff liefert Holz vor allem auch nachhaltig regionale Wertschöpfung!“
Holzbauland Oberösterreich -
ökologisch und richtungsweisend
Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger
Waldland Oberösterreich:
Nachhaltige Bewirt-schaftung sichert den wertvollen Rohstoff Holz für die Zukunft
„Drei Viertel der Oberösterreichischen Waldfläche werden als Kleinwald von bäuerlichen Waldbesitzern bewirtschaftet. Beinahe 42.000 Menschen beziehen in
Oberösterreich Einkommen durch die Waldbewirtschaftung“, betont Agrar- und Forst Landesrat Max Hiegelsberger. „Zählt man die Holz- und Sägeindustrie sowie Tischler, Holz- und Baustoffhandel, aber auch die Papier- und Zellstoff-industrie dazu, beziehen hierzulande mehr als 68.500 Menschen ein Einkommen aus einem der vielen Betriebe der Wertschöpfungskette Holz.“
Dies war das Motto einer Pressekonferenz in Oberösterreich am 8. April 2013. Am Podium Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger, Mag. Helmut Eiselsberg, Obmann Ökosoziales Forum OÖ, Ing. Dr. Erwin Thema, Förster und Buchautor, sowie Ao. Univ.-Prof. Dr. Maximilian Maser, MedUniGraz.
Ein vielversprechendes Thema, doch das mediale Echo war überschaubar. Wir arbeiten hier noch einmal die wichtigsten Ergebnisse für Sie heraus. Denn diese können lebensverändernd sein, wenn Sie an die Planung Ihrer Zukunft denken.
Genau deshalb ist unser Muster-Forschungs-Rundholzhaus in Obermillstatt errichtet.
Aber die phänomenale Wirkmächtigkeit und die gesundheitliche Relevanz muss natürlich von unvoreingenommenen und wissenschaftlich objektiven Experten kommen.
Hier sind die beeindruckenden Resultate. Erfreulich für Natur, Wald und Mensch:
Oberösterreich hat mit dem Holzbau in den vergangenen Jahren eine Trendwende
eingeleitet. "Holz ist ein regionaler Baustoft der Moderne und Tradition verbindet.
Holzbauten haben seit jeher die Ortsbilder der Oberösterreichischen Gemeinden
geprägt“, betont Mag. Helmut Eiselsberg, Obmann Ökosoziales Forum Oberösterreich.
„Durch seine vielseitigen Eigenschaften und universellen Einsatzmöglichkeiten ist Holz heute zu einem wichtigen Baustoff geworden.“
Dementsprechend groß ist auch die Bedeutung, die Holz im letzten Jahrzehnt bei
Architekten, Planern und Bauherren in Oberösterreich gewonnen hat:
➽ Der Bau- und Werkstoff Holz bietet ein einzigartiges Raumklima. Die Lebendigkeit ist zu spüren ...
➽ Nachhaltigkeit: Holz ist wieder verwertbar
➽ Mehrwert für eine zeitgemäße Architektur - in Verbindung mit Tradition und regionalen Werkstoffen .
➽ Regionale Wertschöpfung durch einen nachwachsenden Rohstoff .
➽ Ökologisch und wiederverwertbar
„42 Prozent der Fläche Oberösterreichs ist mit Wald bedeckt. Bei der Wertschöpfung aus Holz liegt im Waldland Oberösterreich im Bundesländervergleich hinter Niederösterreich an zweiter Stelle", so Eiselsberg.
➽ OÖ verfügt über eine Waldfläche von 498.000 Hektar, das entspricht 42 % der Landesfläche
➽ ln OÖ wachsen 430 Millionen Bäume, die jährlich 4,7 Millionen Kubikmeter Holz produzieren
➽ Alle dreieinhalb Minuten wächst in Oberösterreichs Wäldern genug Holz für den Bau eines Hauses .
➽ Vom gesamten Holzzuwachs werden etwa 72 Prozent entnommen der Rest verbleibt im Wald und vergrößert damit den vorhandenen Vorrat.
„ln einem Einfamilienhaus aus Holz sind etwa 60 Tonnen Kohlendioxid gespeichert. Das entspricht der Menge, die ein PKW auf 400.000 Kilometer ausstößt. Gebäude aus Holz punkten also nicht nur bei Wärmedämmung und Behaglichkeit Wer mit Holz baut, leistet damit auch einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz", so Agrar-Landesrat Max Hiegelsberger.
ErwinThoma
Die geheime Sprache der Bäume
wie die Wissenschaft sie entschlüsselt
Erwin Thema ist Förster, Firmengründer und nachhaltig erfolgreicher Salzburger
Unternehmer. Durch die Entwicklung seines 11Holz100-Hausesu hat er sich einen
Namen gemacht. ln Goldegg betreibt er ein Forschungszentrum. Seit vielen Jahren
hat er sich dem Werkstoff Holz verschrieben und neue Möglichkeiten gefunden,
das traditionelle Baumaterial zu verwenden. Immer in seinem Hinterkopf: das
uralte Wissen um den richtigen Zeitpunkt zum Schlägern der Bäume im Rhythmus
der Jahreszeiten und der Mondphasen.
Bäume sind Lebewesen -
Wahre Seelenverwandte des Menschen!
Durch Erfahrungen aus dem Berufsalltag und aufmerksame Beobachtung der
Bäume und ihres Wesens lernte er die Eigenschaften des Holzes zu entschlüsseln:
➽ Die Bäume des Waldes sind ein einzigartiges Material, das die Evolution in
einem ständigen Optimierungsprozess hervorgebracht hat. Ein Beispiel: Der
Wind formt die Statik der Bäume! Jede Zelle wird ständig entsprechend
diesen Kräften angepasst.
➽ Die problemlos funktionierende Kreislaufwirtschaft des Waldes und die
ausgeklügelte Symbiose der Bäume sind Vorbild und Gegenentwurf zur
menschlichen Wegwerfgesellschaft und Ich-Mentalität. Bäume schaffen
Lebensräume für Mensch und Tier.
➽ Bäume sind Kooperationsbeispiele: Die Wurzeln des Baumes arbeiten mit
Pilzen und Mikroorganismen im Boden zusammen. Ohne diese Kooperation
könnten die Wurzeln keine Nährstoffe aus dem Boden aufnehmen.
Phantastisch dabei: Es gibt aktive Kommunikation die das Zusammenspiel
ermöglicht.
➽ Der Wald als Organismus lebt auf beispielhafte und Mut machende Weise
eine Alternative zum konventionellen System vor, das uns immer noch
gefangen hält.
➽ Die Jahresringe sind das Tagebuch jedes Baumes, in dem sich zu lesen
lohnt. Sie haben Erfahrungen und Erinnerungen gespeichert.
➽ Bäume pulsieren dicker und dünner im "Mond-Taktu. Studien zeigen den
positiven Einfluss auf die Holzqualität bei Mondholz: Höhere natürliche
Resistenz gegen PilzbefalL ln der Zeit von Julius Cäsar durften Schiffe
ausschließlich aus Mondholz gebaut werden, weil diese resistenter gegen
die Bohrmuschel waren, den Holzwurm der Meere.
Fazit: Holz ist ein Geniestreich der Schöpfung ...
... wenn Erwin Thoma die verblüffenden Eigenschaften von Holz schildert:
➽ Schwer vorstellbar ist, dass die innere Oberfläche von einem Kubikzentimeter Holz der Ausdehnung eines Fußballfeldes (7.000 Quadratmeter) entspricht. Daher reguliert Holz optimal den Feuchtigkeitspegel in Räumen und kann die Raumluft filtern und entgiften.
➽ Wer hätte gedacht, dass Holz in der Raumfahrt eingesetzt werden könnte?
ln der Sowjetunion zum Beispiel verwendete man beim Bau der SojusRaketen
dünne Holzlamellen als Hitzeschild, die anders als Keramikkacheln in der Lage waren, Temperaturen von mehr als 1000 Grad Celsius an der Oberfläche der Flugobjekte abzuhalten.
➽ Die thermische Trägheit des Holzes bewährte sich auch in einem Großversuch, den Thoma mit seinen Mitarbeitern unternommen hat, um die Brandschutzfähigkeiten seiner Konstruktionen zu testen: Ein aus Vollholz gezimmertes, durch Buchendübel zusammengehaltenes Wandelement hält selbst dreistündiges Beflammen bei 1000 Grad Celsius aus und verbesserte den Stand der Technik auf die sechsfache Brandsicherheit.
➽ Spektakuläre Ergebnisse brachte Holz wegen seiner thermodynamischen
Eigenschaften auch bezüglich lang anhaltender Kälte: Es zeigte sich, dass
ein aus Vollholz errichtetes Zimmer mit einer Wandstärke von 36 Zentimetern und 8 Zentimetern Dämmauflage erst nach einem Monat durchgehend ausgekühlt war. Zum Vergleich: Dies ist bei Räumlichkeiten mit Ziegelwänden bereits nach 11 Tagen, bei Fertigteilwänden in Holzskelettbauweise sogar schon nach 2 Tagen der Fall- und das, obwohl in allen Fällen derselbe Dämmwert zugrunde gelegen ist.